Was versteht man eigentlich unter Berliner Schriftart? Da es sich um keine festgelegte und schon gar nicht um eine geschützte Bezeichnung handelt, gibt es hier jede Menge Interpretationsspielraum. Um ein möglichst breites Feld abzudecken, stellen wir Ihnen die offizielle Berlin-Schrift und Fonts vor, die in der Hauptstadt entstanden sind oder mit ihr zu tun haben.

Die offizielle Berliner Schriftart

Auf der Homepage Wir.Berlin stellt die Stadt ihre offizielle Typografie vor. „Unsere Schrift aus Berlin und für Berlin“, heißt es da. „Inspiriert durch die Schriftenlandschaft der U-Bahn-Stationen und Straßenschilder Berlins. Eine moderne Schrift, mit Anklängen an den geometrisch anmutenden Stil der Schriften aus den 1920er Jahren, entwickelt für die heutigen Anforderungen der Markenkommunikation.“

Berliner Schriftart offiziell

Die Schriftart steht sogar zum Download bereit. Allerdings sind die Fonts nicht auf dem eigenen Rechner installierbar und können nur für das Web genutzt werden.

Tipp: Wir haben alle Schriften auf kommerzielle Nutzbarkeit geprüft, können aber keine Gewähr übernehmen. Bitte kontrollieren Sie daher die jeweilige, mitgelieferte Schriftlizenz oder die Hinweise auf der jeweiligen Download-Plattform (s. dazu auch Kommerzielle Nutzung: darauf sollten Sie bei Inhalten aus dem Netz achten).

Berliner Schriftart – gratis zur kommerziellen Nutzung

Berliner SchriftartSebaldus Gotisch

Ist gotisch, die Vorlage dazu aber nicht ganz so alt: Ein Unternehmensschriftzug der Berliner Schriftgießerei H. Berthold AG aus dem Jahr 1926 stand Pate.

Zum Font

 

Berliner SchriftartBerolina

Jugendstil in seiner Reinform: Die Original Berolina erschien um 1900 bei der Gießerei Wilhelm Gronau in Berlin-Schöneberg.

Zum Font

 

Berliner SchriftartAdmiral CAT

Das Vorbild zu Admiral CAT stammt aus der ehemaligen Berliner Schriftgießerei Wilhelm Wöllmers, die sich auf Werbeschriften in großen Schriftgraden spezialisiert hatte.

Zum Font

 

Midroba

MITROPA (MITteleuROPäische Schlaf- und Speisewagen Aktiengesellschaft) wurde 1916 in Berlin gegründet, um Bahnreisende zu bewirten. Der Font Midroba hat eine leichte Namensänderung erfahren, sieht dem Original-Schriftzug aber sehr ähnlich.

Zum Font

 

Materhorn NF

Materhorn NF ist laut seinem Designer „ein perfektes Beispiel für den Gebrauchsgraphik-Stil der 1920er Jahre“. Der Font existiert auch unter dem Begriff Berlin Deco. Dieser Name passt im Prinzip besser, zeigt er doch gleich Herkunft und Stil an. In letzteren mischen sich auch Elemente der deutschen Frakturschrift.

Zum Font

 

Berlin Email

Gemeint ist hier nicht die elektronische Post (E-Mail). Vielmehr weckt der Font Erinnerungen an Schriften auf alten Schildern aus Emaille (alternative Schreibweise: Email). Deshalb ist diese Berliner Schriftart auch platzsparend schmal.

Zum Font

 

Berliner SchriftartBerlin

Der brasilianische Designer hat dem Berlin-Thema gleich vier verschiedene Fonts gewidmet. Wir stellen die drei anderen Berlin-Fonts im Anschluss an diesen vor.

Zum Font

 

Berliner SchriftartBerlina

Wie bei seinen anderen Berlin-Fonts ließ sich Antonio Rodrigues Jr hier von den klassischen geometrischen Schriften zu Beginn des 20. Jahrhunderts inspirieren.

Zum Font

 

Slaberlin

Mit Slaberlin präsentiert Antonio Rodrigues Jr die einzige Serifenschrift unter seinen Berlin-Fonts.

Zum Font

 

Uberlin

Der modernste unter Rodrigues Jrs Berlin-Fonts besitzt keine Kleinbuchstaben. Wie die anderen drei Schriftarten derselben Gruppe sind drei Schriftschnitte (bei Berlin zusätzlich auch Kursiv) herunterladbar.

Zum Font

Sie sind bei den Berliner Schriftarten noch nicht fündig geworden? Noch mehr Fonts und Inspiration finden Sie in unseren Fonts-Sammlungen. Wir empfehlen Ihnen auch diese hippen Schriften:

Bildquellen: Screenshot von https://wir.berlin/kampagnen/die-typo; Aufmacher von Matej Kastelic via Shutterstock