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Anders als häufig angenommen ist die Frakturschrift nicht mit der gebrochenen Schrift identisch, sondern ein Teil von ihr. Der Oberbegriff umfasst Schriften, die sich ab dem 12. Jahrhundert aus der Gotik (s. auch Gotische Schrift – Download zur Gratisnutzung) entwickelten. Nach Gotischer Textura, Rundgotisch und Schwabacher entstand ab 1513 die Frakturschrift (s. auch Pure Nostalgie: Gebrochene Schriften zum kostenlosen Download).

Die Frakturschrift unterscheidet sich von ihren oben genannten Vorgängern durch ein schmaleres Schriftbild und den charakteristischen „Elefantenrüssel“ (mehr dazu auf Schriftgestaltung.com). Dennoch weisen manche Schriften auch weiterhin noch breite Großbuchstaben auf. Wie die anderen Schriftfamilien der gebrochenen Schriften eignet sich auch die Frakturschrift im allgemeinen Gebrauch nur für Überschriften und sehr kurze Texte.

Tipp: Wir haben alle Schriften auf kommerzielle Nutzbarkeit geprüft, können aber keine Gewähr übernehmen. Bitte kontrollieren Sie daher die jeweilige, mitgelieferte Schriftlizenz oder die Hinweise auf der jeweiligen Download-Plattform (s. dazu auch Kommerzielle Nutzung: darauf sollten Sie bei Inhalten aus dem Netz achten).

Frakturschriften – frei zur kommerziellen Nutzung

Zur korrekten Nutzung der Frakturschriften werden sowohl das kurze (unser bekanntes s) als auch das lange s, das für unsere heutige Sehweise an ein f erinnert, benötigt. In unserer Übersicht ist jeweils das s abgebildet, mit dem der Designer die Taste s belegt hat. Im grauen Kasten darunter weisen wir Sie darauf hin, wie Sie das jeweils andere s (falls vorhanden) erzeugen können.

Frakturschrift "Breitkopf Fraktur"

Breitkopf Fraktur

1750 hat Johann Gottlob Immanuel Breitkopf die nach ihm benannte Schriftart erschaffen, die zu einer der am häufigsten verwendeten Frakturschriften seiner Zeit in Deutschland wurde. Die „Typographer Mediengestaltung“ wandelte die historische Schrift behutsam in einen Font um.

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  • Design by: Typographer Mediengestaltung, 2000

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Strassburg Fraktur

Das Original zu diesem Font ist in Johann Friedrich Kiechels Lehrbuch „Die teutsche Kurrent- Kanzlei- und Fraktur-Schrift von 1788 zu finden. Für ungeübte Augen sind die Großbuchstaben nur sehr schwer zu entziffern.

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  • Für kurzes s: $
  • Design by: Peter Wiegel

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Berthold Mainzer Fraktur

Die Mainzer Fraktur gibt es in mehreren Ausführungen. Peter Wiegel fand die Qualität jedoch nicht ausreichend und digitalisierte diese Schrift neu. Besonderen Wert legte er dabei auf echte Ligaturen, da die anderen Umsetzungen seiner Ansicht nach lediglich „enger zusammengerückte Einzelbuchstaben“ aufwiesen.

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Frakturschrift "Humboldt Fraktur"

Humboldt Fraktur

Die Quellen für diese Frakturschrift sind jüngeren Datums: 1938 entwarf Hiero Rhode diese Schriftart, die Dieter Steffmann vor einigen Jahren digitalisierte.

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  • Design by: Dieter Steffmann/Typographer Mediengestaltung

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Frakturschrift "Theuerdank Fraktur"

Theuerdank Fraktur

Der Versroman Theuerdank wurde 1517 erstmals in Nürnberg gedruckt und bedeutete den Beginn der Frakturschrift. Der Font gibt die damals verwendete Schrift originalgetreu wieder.

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Frakturschrift "Moderne Fraktur"

Moderne Fraktur

Der Font wirkt auf den ersten Blick sehr nostalgisch, hat aber einige neue Elemente wie beispielsweise den äußerst ausgeprägten Knick in den Großbuchtaben „M“ und „N“.

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Frakturschrift "Fraktur modern"

Fraktur modern

Der Designer hat sich an alten deutschen Lettern orientiert, die er so modernisiert hat, dass sie fast serifenlos wirken.

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Frakturschriftart "Kleist Fraktur"

Kleist Fraktur

1928 entwickelte Walter Tiemann diese Frakturschrift, die Dieter Steffmann ergänzte und vervollständigte.

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  • Design by: Dieter Steffmann/Typographer Mediengestaltung

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Unifraktur Maguntia

Der Font basiert auf der Berthold Mainzer Fraktur von Peter Wiegel, die sich wiederum auf eine Schrift von Carl Albert Fahrenwaldt von 1901 bezieht.

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Frakturschriftart "Unifraktur Maguntia"

Wieynk Fraktur

Diesen Font entwarf Dieter Steffmann nach Zeichnungen von Heinrich Wieynk, herausgegeben von der Bauerschen Giesserei um 1912.

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  • Design by: Dieter Steffmann/Typographer Mediengestaltung, 2002

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Bilderquelle:

Sarah Boudreau via Unsplash

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